Barockgedichte

Barockgedichte


Die Lyrik des Barock gehört zu den Vorgaben fürs Zentralabitur. Die Themen "vanitas mundi" und "carpe diem" erscheinen dabei manchmal recht aktuell. Dies wird deutlich in Schülergedichten, die nach dem Muster der Barockdichtung verfasst wurden.


Deutsch 12.2: Barockgedichte von SchülerInnen

Die Betten werden leer, stauben
und schreien still nach Liebe
um nicht gänzlich auszulaugen
Drum lass uns erblühen im Schutz der Nacht
damit uns keiner sieht eh der Morgen wacht
Es wird leicht verwehen das Lachen
welches mich süß erfüllt und
die Stille singen lässt.

 

Der Wind verweht alles was einmal war /
Die Zeit wird des Eilens nicht müde /
Wir sollten nicht weilen / nun sind wir jung /
Nun sind wir voll Ernergie
Unserer Schönheit zarter Duft /
Schweift uns nach als blasser Schleier /
Bis bald der Duft weichet unsere Hüllen verbleichen /

 

Du und deine selbst geschnittenen wunderschönen Haar
sie bleiben in meinem Kopf bestimmt über Jahre
Meine Liebe zu dir entfacht sogar einen erloschenen Vulkan
Du und ich, Jana, sind wie eine laufende Lava
Du lässt mich jeden Tag zu schätzen wissen
und doch lässt mich immer schwitzen
Ich, die dich Liebende, werde zu dir stehen für alle Lebende

 

Wir sind weich
gebettet
in unserer weichen Zeit

Das glatte Leben
streicht
mit grauem
Schritt vorbei

Das Lächeln der
Fortuna
wird leise und
verstummt

bis alle Stricke
reißen
und ich alleine bin

wir tragen harte
Blumen zu deinem
weißen Grab

und glauben
war wir sehen
bis es uns
nicht mehr gab

 

Vergängliche Jugend

Oh Liebster, deine Schönheit verblasst
Das Alter übernimmt Oberhand
Und bringt uns an den Todesrand
Man erkennt kaum noch dein Gesicht
Deine Falten vermehren sich
Ach, wie schön es früher war
Als ich deine glänzenden Augen noch sah

Strahlend schaut es dich an,
zierlich und klein
noch ist es frei
frei von allem was uns bindet

So rein und schön!
Vergehen wird auch das Lachen,
wenn es bedenkt, dass der Tod naht.
Jetzt genießt es seine Ehrlichkeit und
Treue, bis es erwachsen wird

 

Ein Tag

Die Sonne geht auf
in unserem Leben.
Unsere Jugend steht
in voller Frucht.
Kräftig und schön unsere Leiber.

Saftige Wiesen im Schatten
junger Bäume.
Wir in ihrer Mitte,
reifen mit den Pflanzen.
Und die Dämmerung nähert sich
mit jeder Minute.

 

Apfelsüßer Traum

Ich beiße in einen süßen Apfel
Er küsst den Mund mir honigsüß,
der sich sehnt nach deinen Lippen
süß wie Honig, tief wie Klippen

Komm zusammen lass uns stürzen,
damit die Zeit uns nicht mehr hetzt
Wie der Herbst Jahr für Jahr
die Äpfel fallen lässt.

Und im süßen Saft der Trauben
hüllt die Nacht uns flüsternd ein
Und die Glut in deinen Augen
brennt sich in mein Herz hinein.

 

Ein ruhiges Leben

Im Angesicht des Tages
schreiten wir nun fort,
genießen dieses Zwischenspiel
vom Geiste der Natur.
Der Schauplatz jedoch ändert sich
die Rollen wechseln.
Spielend ziehen die Jahre an uns
vorbei, hinterlassen tiefe Zeichen
am Körper, das Haar wird grau, der
Körper weich.
So verweilen wir tagein, tagaus,
bis sich die Augen für ewig schließen.

 

Das Ende naht

Oh Liebster,
komm her zu mir
Ich will dich zaubern herbei
denn bald ist es vorbei.
Ich sehe es schon kommen
dein Gesicht wird bald unvollkommen.
Lass uns leben, ich sage es dir,
denn der Tod ruft schon nach dir.

Oh du meine Liebste
Jeden Tag muss ich an dich denken
An deine funkelnden Augen
doch sehen sie aus wie Furunkel.

Einst warst du so süß wie die süßeste Frucht
So schön wie ein Sonnenaufgang
So lieblich wie eine zarte Blume
Ein Genuss.

Doch deine Schönheit ist verblasst
Der Tod hat dich erfasst
Zu schön war die Zeit mit dir
Zu vergänglich der Moment des Glücks mit dir.

Oh du schönes Wesen Gottes,
noch ist dein Gesicht makellos.
Wir genießen jeden Tag ohne zu bereuen.
Bald ist es zu spät dafür.
Dann kommt das eisige Dunkel und holt uns.
Raubt dir deine Schönheit
Zerstört unsere Zweisamkeit
Und lässt uns nicht mehr atmen.

 

Carpe diem!

Liebste, sieh nur wie die Sonne
Hinterm Horizont vergeht
Und in jeder Zeit der Liebe
Leben stets vergeht
Die Schönheit dieser Welten der Mensch erst dann erkennt
Wenn das Feuer nach dem Tode den Körper verbrennt
Sieh, wir werden auch vergehen
Leben wir jetzt in dieser Zeit.

Oh Liebster die Zeit läuft uns davon
deine Haare schimmern schon
in grau und weiß.
Dein muskulöser Körper
erschlafft zunehmend.
Das strahlende Blau aus
deinen Augen verwandelt
sich in ein dunkles Grau.
Deine wunderschönen
von Blut getränkten Lippen
werden blasser und
erscheinen regungslos.
Oh Liebster, die Zeit läuft uns davon...

Das Herz erstrahlt wie Licht am Morgen
Straßen zerlaufen wie Bäche im Wald
Die Brüste meines Weibes
Erscheinen mit dem Windzug ihres Kleides
Die schwarze Farbe verweilt mit uns

Selbst die Liebe jung und Freitag
wird werden alt und gezwungen.
Selbst die Berge groß und mächtig
werden alle bezwungen.
Selbst der Mensch jung und schön
wird alt und hässlich.
Auch der Glaube stark und mächtig
wird vergehen wie alles.

Überall wohin man schaut,
gibt es Lebensgenuss,
Kinder, die ihn leben.
Doch das Leben verliert mit der Zeit an Schönheit,
denn alles verändert sich durch Vergänglichkeit.
Am Ende sieht jeder dem Todesbewusstsein ins Auge.

Eine Blüte, frisch und fein
Bald wird sie alt und welk sein
doch erfreut sie sich an der Sonne
und genießt ihre Strahlen mit großer Wonne
Bald ist sie tot
Erkennt scheinbar nicht ihre Not
doch wenige Tage später
erwacht ein neues Leben
Die Frucht des Baumes, schöner Segen
Bald darauf verzehrt vom Menschentäter.

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