Am 18.01.10 und am 20.01.10 besuchten die Entwicklungshelfer Daniel Ullo und (Francisco) Paco Mirallas die Gesamtschule Duisburg-Mitte um den Schülern der Spanischgrundkurse, Jahrgang 12, über die problematische Situation der Straßenkinder in Nicaragua und ihre Arbeit, um diese Situation zu verbessern, zu berichten.
Das die Lage ernst ist beweist Daniels Aussage über die Reaktion der Nicaraguanischen Regierung und ihrer Politiker, im Bezug auf seine Lieder. „Oft gab es ärger, weil meine Lieder für die Regierung zu kritisch sind und sie diese nicht für angebracht halten.“, so der Künstler. Um die Problematik in Nicaragua nicht nur akustisch sondern auch visuell darstellen zu können verdeutlicht Daniel, mit Übersetzungshilfe durch Paco und einer umfangreichen Diashow den Schülern, wie die Kinder auf der Straße jeden Tag ums Überleben kämpfen müssen. „Die Kinder leben auf Müllhalden und versuchen sich mit Hilfe von Plastik, ein bisschen Geld zu verdienen. Aber Plastik ist sehr begehrt, da es leicht zu verkaufen ist. Daher müssen die Kinder nicht nur ihren Alltag meistern, sondern auch noch dem Druck des Konkurrenzkampfes stand halten.“, erklären die Entwicklungshelfer. Die Kinder die diesem Druck nicht standhalten können, verkaufen das bisschen das sie haben oder finden in Bussen oder putzen auf der Straße Autos, nur um sich etwas Geld zu verdienen. „Problematisch ist, dass die Kinder das verdiente Geld nicht für essen, sondern für Klebstoff oder Drogen ausgeben, mit denen sie versuchen den Hunger und den Schmerz auszuschalten.“ erklärt Paco die verzweifelte Lage.
Neben dem ansteigenden Druck und den begrenzten Möglichkeiten Geld zu verdienen, müssen die Kinder außerdem mit den Gefahren ihres Alltags zu recht kommen zu denen nicht nur die Angst sexuell missbraucht oder verschleppt zu werden gehören, sondern auch auf der Müllhalde entsorgte Krankenhausabfälle durch die sie sich verletzen und mit ansteckenden Krankheiten infizieren können. Daniel erklärt: „ Für unsere Gesellschaft klingt es komisch, aber die Kinder haben nicht so wie wir die Möglichkeit zum Arzt zu gehen, wenn sie krank sind oder sich verletzt haben. Damit müssen sie selbst zurecht kommen.“